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Bruno Weil Foto: ©IPA®


18. Musikfestival Klang & Raum im Kloster Irsee

 

Barocke und klassische Klänge vom 27. August bis 5. September 2010

 

Klang & Raum: Der Name steht seit 17 Jahren für klassische Musik auf höchstem Niveau in der einzigartigen Atmosphäre des ehemaligen Benediktinerklosters Irsee. 1993 wurde dieses Musikfestival als Forum für Musik des Barock und der Klassik auf Originalinstrumenten geschaffen. Der Gründer und Künstlerische Leiter von Klang & Raum, Bruno Weil, mehrfacher ECHO Klassik-Preisträger und Dirigent von Weltruf, schafft es jedes Jahr von neuem, die Crème de la Crème der Alten Musik nach Irsee zu holen.

Entrückt! lautet das Motto von Klang & Raum in diesem Jahr. Wie Ausnahmezustände der menschlichen Seele im 18. und frühen 19. Jahrhundert musikalisch dargestellt wurden, diese Frage steht im Mittelpunkt des diesjährigen Musikfestivals. Unter der Künstlerischen Leitung von Bruno Weil werden das Tafelmusik Orchestra, der Tölzer Knabenchor, herausragende Solisten und internationale Spitzenensembles im Rahmen der Kirchen- und Festsaalkonzerte ihr Publikum mit einem mitreißenden Wechselbad der Gefühle in ihren Bann ziehen.

Die emotionalen Abgründe und Höhenflüge des „Sturm und Drang“ werden in Goethes und Beethovens Egmont eindrucksvoll hörbar. „,Glücklich allein ist die Seele, die liebt`, nicht nur Reich-Ranicki beschreibt das als eines der schönsten Liebesgedichte aller Zeiten, nein, auch ich empfinde das so. Der Egmont ist für mich in diesem Jahr eindeutig das Spannendste, was Klang & Raum zu bieten hat. Wir werden nicht nur die bekannte und grandiose Ouvertüre aufführen, sondern das komplette Werk, das in dieser konzertanten Fassung auf Originalinstrumenten mit Sprecher so gut wie nie zu hören ist. Das Publikum muss sich vorher in keinster Weise vorbereiten, unser Sprecher Peter Pius Irl wird gekonnt und verständlich durch das Schauspiel führen“, freut sich Bruno Weil. „Der meiner Meinung nach aufregendste Programmpunkt ist der Abend mit Schuberts himmlischen Längen. Diese Werke auf alten Instrumenten im Originalklang darzubieten, gleicht einer Art Uraufführung und kann so erstmalig hier in Irsee bei Klang & Raum gehört werden. Den beiden viel zu früh verstorbenen Komponisten Mozart und Pergolesi – letzterer würde 2010 seinen 300sten Geburtstag feiern – haben wir unser Abschlusskonzert gewidmet. Die Waisenhausmesse hat der junge Mozart mit unglaublichen 12 Jahren geschrieben und für die Tölzer ist dieses Werk prädestiniert. Auch Pergolesis Stabat mater ist sowohl für die Tölzer, als auch für Tafelmusik maßgeschneidert. Wir haben bei Klang & Raum 2010 das Bedürfnis, etwas Abwechslungsreiches zu präsentieren, das man einfach nur im Rahmen eines solchen Festivals erleben kann“, erläutert Bruno Weil das aktuelle Programm des 18. Musikfestivals Klang & Raum.

Die Internationalen Meisterkurse für Alte Musik widmen sich ebenfalls dem Schaffen Pergolesis, ohne den es die Opera buffa nicht geben würde. Schwabens atmosphärisches Barock-Kleinod öffnet für die Meisterkurse seine Pforten bereits am 27. August 2010. Interessierte haben bis zum 31. August 2010 die kostenlose Möglichkeit, die „Stars der Alten Musik von morgen“ bei den Proben und im Rahmen des Teilnehmerkonzerts hautnah zu erleben.


Programm 2010

 

27. bis 31. August 2010, Kloster Irsee

6. Internationale Meisterkurse für Alte Musik

Streicherensemble, Dozentin: Elizabeth Wallfisch

Gesang, Dozent: Mark Tucker

 

Dienstag, 31. August 2010, 19.00 Uhr, Festsaal Kloster Irsee
Teilnehmerkonzert Meisterkurse

 

Donnerstag, 2. September 2010, 20.00 Uhr, Festsaal Kloster Irsee

Eröffnungskonzert (18.30 Uhr Empfang zur Eröffnung)

Saitensprünge – Von Corelli bis Mendelssohn

Aisslinn Nosky, Violine; Tafelmusik Orchestra

Leitung: Jeanne Lamon

 

Freitag, 3. September 2010, 10.00 - 13.00 Uhr, Kloster Irsee

Symposion: Ein Wanderer als Leinwandheld

Prof. Dr. Hans-Günter Ottenberg, TU Dresden; Frank Pawella M.A., TU Dresden

Leitung: Dr. Markwart Herzog

Anschl. Mittagessen (inkl.)

 

Freitag, 3. September 2010, 15.00 Uhr, Festsaal Kloster Irsee

Sanssouci – Musik am Hofe Friedrichs des Großen

Epoca Barocca

Anschl. Kaffeebuffet (inkl.)

 

Freitag, 3. September 2010, 19.00 Uhr, Klosterkirche

„Glücklich allein ist die Seele, die liebt“

Joseph Haydn, Sinfonie Nr. 99 Es-Dur; Ludwig van Beethoven, Egmont

Peter Pius Irl, Dramaturgie, Sprecher; Sigrid Plundrich, Sopran; Tafelmusik Orchestra
Leitung: Bruno Weil

 

Freitag, 3. September 2010, ca. 21.00, Kloster-Restaurant

Kulinarische Nacht

Tafeln am Hofe Friedrichs des Großen

 

Samstag, 4. September 2010, 11.00 Uhr, Festsaal Kloster Irsee

Violoncello liebt Fortepiano

Duos von Chopin und den Geschwistern Mendelssohn

Sergei Istomin, Violoncello; Viviana Sofronitzki, Fortepiano

Anschl. Buffet im Kloster-Restaurant

 

     

Samstag, 4. September 2010, 19.00 Uhr, Klosterkirche

„Himmlische Längen“

Franz Schubert, Sinfonien Nr. 7 h-Moll („Unvollendete“)

und Nr. 8 („Große C-Dur“)

Tafelmusik Orchestra

Leitung und Moderation: Bruno Weil

 

Sonntag, 5. September 2010, 11.00 Uhr, Festsaal Kloster Irsee

Barock extravagant

Johann Sebastian Bach, Suiten; Antonio Vivaldi, Die vier Jahreszeiten

Red Priest, London

 

Sonntag, 5. September 2010, 17.00 Uhr, Klosterkirche

Mirabilis! Die frühe Meisterschaft Pergolesis und Mozarts

Giovanni Battista Pergolesi, Stabat mater; Wolfgang Amadeus Mozart, Missa

solemnis c-Moll KV 139 („Waisenhausmesse“)

Andreas Weller, Tenor; Tölzer Knabenchor (Einstudierung: Gerhard Schmidt-Gaden und Ralf Ludewig), Tafelmusik Orchestra

Leitung: Bruno Weil

Nach dem Konzert: Neapolitanischer Ausklang im Kloster-Restaurant

 

 

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