Valentin Orden für Dr. Maria Furtwängler bei der Narrhalla SoiréeDie
Narrhalla Soirée ist der besondere Event im Münchner Faschingsgeschehen. Mit der Präsentation des offiziellen Faschingsprinzenpaares der
Landeshauptstadt München und der Tanzshow der Garde
eröffnet die Narrhalla traditionsgemäss den Münchner Fasching im
Deutschen Theater. Höhepunkt der Soirée ist die Verleihung des
"Karl-Valentin-Ordens".
Diese höchste karnevalistische Auszeichnung Bayerns wird seit 1973 an
eine Persönlichkeit aus Politik, Kunst, Wissenschaft oder Literatur
„
für die humorvollste bzw. hintergründigste Bemerkung im Sinne von
Karl-Valentin für eine Rede oder Handlung, für ein Zitat, welches in
der Öffentlichkeit publik wurde“, verliehen. Unter anderem haben den Orden schon Thomas Gottschalk, Roman Herzog, Kardinal Joseph Ratzinger, Edmund Stoiber
und Luis Trenker erhalten.
Karl Valentin war ein bayerischer Komiker, Volkssänger, Autor und Filmproduzent. Sein dialektischer Humor hat zahlreiche nachfolgende Künstler beeinflusst. Valentins Sprachwitz zielte in erster Linie auf ihn selbst, er war ein Wort-Künstler mit einer ganz besonderen, eigenartigen Ausdrucksweise.
Viele
seiner Zitate und Sprüche sind immer noch in aller Munde und werden
gerne zu allen möglichen und unmöglichen Anlässen zitiert. Allen bestens bekannt sein Spruch: "Mögen hätt ich schon wollen,aber dürfen habe ich mich
nicht getraut."
Am 22. Janur 2010 war es soweit, festlich geschmückt nicht nur dasZelt des
Deutschen Theaters in Fröttmanning, sondern auch die Gäste in
Abendkleid und Smoking. Der offizielle Beginn des Balls war um 20:00
Uhr viele Gäste haben gleich eifrig das Tanzbein geschwungen. Präsident Uli Kreuzer mit seiner Schatzmeisterin Christel Mory wartend im Eingang. Endlich war es um 20:40 soweit, Uli Kreuzer durfte unter dem Blitzlichtgewitter der Fotografen den Stargast des Abends, Dr. Maria Furtwängler samt Ehegatten Dr. Hubert Burda, in den Saal geleiten.
Mit dem anschliessenden Einzug der GKKG - Grosse Koblenzer Karnevalsgesellschaft wehte ein Hauch rheinischen Karnevals durch das Deutsche Theater. Elferrat, Garde und Mariechen, in feschen blau-weissen und rot-weissen Uniformen, ganz besonders hübsch das Mariechen Sarah Neuheisel. Ihr akrobatischer Solotanz wurde mit frenetischem Beifall belohnt. Die Tolitäten Prinz Marcus I und Confluentia Claudia I beindruckten mit ihrem gemeinsam gesungenen Lied: "Mir sain Prinz". Danach eine vom Publikum begeistert aufgenomme Erklärung von Prinz Marcus I: "Nach meiner Heimatstadt Koblenz ist München für mich die schönste Stadt der Welt."
Nun kam der Höhepunkt des Abends:
Die Verleihung des Karl-Valentin-Ordens 2010 an die Schauspielerin Dr. Maria Furtwängler .
Anlass für die Wahl Furtwänglers war der Satz aus ihren Dankesworten
beim Deutschen Fernsehpreis 2007: "Ich habe mich so darauf
konzentriert, was für ein Gesicht ich mache, wenn ich ihn nicht
bekomme, dass mein Kopf jetzt ganz blutleer ist."
Maria
Furtwängler,1966 in München geboren, ist nicht nur Schauspielerin,
sondern auch ausgebildete Ärztin. Als Tatort-Kommissarin Charlotte Lindholm
ermittelt Furtwängler in ganz Niedersachsen, vorwiegend auf dem Lande.
Außerdem ist sie Präsidentin des Kuratoriums der Hilfsorganisation
„Ärzte für die Dritte Welt”, im Stiftungsvorstand „Bündnis für Kinder -
Gegen Gewalt” und arbeitet in Krisengebieten im Ausland. Die zweifache
Mutter ist seit 1991 mit dem Verleger Dr. Hubert Burda verheiratet und für
ihr starkes
soziales Engagements mehrfach ausgezeichnet worden. 2003 erhielt sie
für ihren Einsatz bei der Hilfsorganisation ‘Ärzte
für die Dritte Welt’ das Bundesverdienstkreuz, 2007 den Bayerischen
Verdienstorden.
Die Laudatio hielt Münchens OB, Christian Ude, der 1999 selbst den "Karl Valentin Orden" erhalten hat. Ude: "Herzlich willkommen liebe Ordensschwester." Er lobte die Schauspielerin als schöne, kluge
und erfolgreiche Frau, bemängelte aber dass sie ruhig
ein bisschen komischer sein dürfte: "Sie ist nicht besonders komisch, aber dafür schön und klug." Er hoffe aber, dass der Orden seine Wirkung zeigt. So habe der ehemalige Ministerpräsident Edmund Stoiber seine berühmt gewordene Transrapid-Hauptbahnhof-Flughafen Rede auch gehalten kurz nachdem er den Valentins-Orden bekommen habe. Unter Anspielung auf ihre Rolle als Tatort-Kommissarin Ude weiter: "Nur eine ganz starke Frau kann eine ganz starke Frau spielen. Sie ist eine würdige Repräsentantin der Kulturstadt München."
Begeisterung im Saal als Furtwängler, ganz Schauspielerin, diesen Seitehieb aufgriff und Stoibers nicht minder
berühmt gewordene Aussage, dass er daheim gerne in den Garten schaue und
"vielleicht eine Blume hinrichte" erwähnte. Zu Uli Kreuzer: "Es ist eine Quotenerklärung, dass ich den Orden bekommen habe. Narrhalla muss die Quote anheben und die nächsten 20 Preise an Frauen verleihen. Aber das ist keine Emanzenrede." Die Schauspielerin ist die 5. Frau, die den Orden erhalten hat. Furtwängler weiter: "Der Preiss müsste nicht nur Karl-Valentin sondern auch LIesl Karlstadt zeigen, was wäre Karl Valentin ohne Liesl Karstadt."
Die anschliessende Fotosession mit OB Ude hat sie aber doch etwas genervt ausgestanden.
Auf die Frage einer Journalistin, wem sie denn den Orden verleihen würde: "Meiner Tochter."
Schliessen wir mit Karl Valentin: "Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen"
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