Glanzvolle Inthronisation des Würmesia-Prinzenpaares
Verleihung des "Grossen Morisken" an Wiggerl Hagn
Die
Faschingsgesellschaft Würmesia e.V.
ist mit über 300 Mitgliedern einer der grössten Münchner
Faschingsgesellschaften. Seit 2009 schwingt
Hermann Breitenberger das
närrische Zepter als Präsident der Gesellschaft. Gegründet wurde die Würmesia 1949 in Gräfelfing und ist somit
Münchens älteste Faschingsgesellschaft.
Das fesche Prinzenpaar der Würmesia Florian I & Viola I., beide in strahlendem Weiss, wurde am 5. Januar 2009 in der Planegger Gaststätte Heide-Volm glanzvoll inthronisiert.
Vorangegangen war die Verabschiedung des letztjährigen Prinzenpaares Rebecca I und Mauricio I.
Mauricio: "Es ist eine Besonderheit der Würmesia, wo Lieblichkeit drauf steht, ist Lieblichkeit drin."
Prinz Florian I., mit bürgerlichen Namen
Florian Holzner ist am 15.02.1982 in Hutthurm, Landkreis
Passau geboren. Er arbeitet in der
Anästhesie der Haunerschen Kinderklinik. Die mit Gardemass
(1,82 m) ausgestattete Prinzessin Viola I. (
Viola Böhme,
geb. am 11. Mai 1991) ist ein echtes Münchner Kindl, die schon als Kind
davon träumte Prinzessin zu werden. Sie arbeitete als Model in
Metropolen wie Singapur, Schweden und Spanien.
Präsident
Hermann Breitenberger überreichte den beiden die Insignien der
Faschings-Macht. Den anschliessenden Prinzenwalzer Walzer haben die
beiden perfekt getanzt, was das anwesende Publikum mit grossem Beifall
würdigte.
Das Prinzenpaar hat als erste offizielle Handlung
den Würmesia Faschings-Orden an besonders verdiente Persönlichkeiten
überreicht, wobei natürlich die obligatorischen Küsschen nicht
fehlten.
Unter anderem durfte sich mit dem Orden der Künstler
Josef Wahl schmücken, er hat den Orden entworfen. Wahl:
"Es ist schwierig den Orden zu entwerfen, da jedes Jahr unbedingt ein
Moriske darauf sein muss. Dieses Jahr zum 60. Geburtstag der Würmesia
habe ich noch ein paar Musiker aus dem Orchester mit darauf genommen." Der zweite Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Ehrenpreises
"Der Grosse Moriske".
Seit 1984 wird der Ehrenpreis "Der Grosse Moriske" - eine hölzerne Nachbildung der von Erasmus Grasser im Jahre 1480 geschaffenen Figur - an Personen des öffentlichen Lebens aus Kultur, Sport und Politik für ihren Einsatz im sozialen Bereich verliehen. Erster der Preisträger war der große bayerische Volksschauspieler Beppo Brem. Im folgten Schauspieler wie Elke Sommer, Erni Singerl, Gustl Bayrhammer, aber auch Sportler wie Sepp Maier, Rosi Mittermaier und Markus Wasmeier. I
m Rahmen der Inthronisation des Würmesia- Prinzenpaars wurde dieser Ehrenpreis dem Wiesn-Wirt Ludwig (Wiggerl) Hagn verliehen. Der
70-jährige Wiggerl Hagn ist seit 53 Jahren Wirt auf dem Oktoberfest,
1979 übernahm er die Löwenbräu-Festhalle. Gleichzeitig ist er Chef des Haidhauser
Unionsbräu und war bis 2006 auch Präsident des Hotel- und
Gaststättenverbandes. Hagn ist Mitglied bei der Münchner Faschingsgesellschaft "Narrhalla". Hagn:
"Es ist eine Ehre mit der ich im Leben nicht gerechnet habe. Ich weiss nicht ob vor mir ein Narrhalla-Mitglied den Orden bekommen hat. Ich bin mir nicht sicher ob ich das auch verdiene, was ich gemacht habe ist für mich eine Selbstverständlichkeit."
Die Laudatio für Wiggerl Hagn hielt der langjährige Oktoberfest-Wirt und "Wirte-Napoleon"
Richard Süßmeier,
der mit Hagn seit Jahrzehnten befreundet ist. Standesgemäss betrat er im Kostüm Napoleons zum Klang der "
Marseillaise" den Saal. Süßmeier:
"Es war Napoleon, der Bayern zum Königreich machte. Ohne ihn gäbe es keinen Maximilian VI, Ludwig I und Ludwig II. Es gäbe auch keinen Wiesn-König Ludwig Hagn."Eine Rückblende auf 60 Jahre Würmesia zeigte die Garde im anschliessenden Showteil, bei dem einige Gäste sich in Planegg ein bisserl wie in Las Vegas gefühlt haben.
Mit dem dreimaligen Schlachtruf der Würmesia "Ramasuri" (übersetzt heisst das Grosses Drucheinander, Wirbel), wurde um Mitternacht der offizielle Teil des Abends beendet.
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