Narrhalla Prinzenpaar 2010
Offizielles Faschingsprinzenpaar der Landeshauptstadt München vorgestellt
In Bayern beginnt der Fasching nach altem Brauch nach dem 6. Januar. Deshalb stellt die Narrhalla erst nach diesem Termin das Faschinsprinzenpaar im Ornat im Rahmen einer volkstümlichen Inthronisation auf dem Münchner Marienplatz der Öffentlichkeit vor. Im Rahmen dieser Veranstaltung erhält das offizielle Faschiangsprinzenpaar den Stadtschlüssel aus der Hand des Oberbürgermeisters. Dem Brauch zufolge übernimmt bis Aschermittwoche "Seine Tollität" und "Ihre LIeblichkeit" die Regentschaft der Stadt.
Der Termin 11.11. wurde vom Rheinland übernommen und wird mit einer volkstümlichen Proklamation des Faschingsprinzenpaares (in Tracht) auf dem Viktualienmarkt veranstaltet.
Das diesjährige Prinzenpaar ist das 72. in der Geschichte der Gesellschaft. Während des Krieges fiel einige Jahre der Fasching aus.
Die Voraussetzungen für das Prinzenpaar sind tadelloser Lebenslauf, gutes Benehmen und Vertrautheit mit der Tradition des Münchner Lebensstils.
Die Nominierung erfolgt durch das Präsidium und den Elferreat der Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla.
Natascha II
Mit ihren 21 Jahren (geboren 22.10.1988) hat Natascha Svoboda, die aus der alteingesessenen Münchner Unternehmerfamilie Aufzugfabrik Nunn stammt, bereits einige ihrer gesetzten Ziele erreicht.
Nicht nur, dass die Familie selbst seit über 30 Jahren
Mitglied der Münchner Gesellschaft Narrhalla ist, auch die gebürtige
Münchnerin ist eine begeisterte Ballbesucherin.
Bereits in sehr jungen Jahren hat sie mit ihren Eltern
ferne Länder und Kontinente kennen gelernt und wurde so für andere
Kulturen, Sitten und Gebräuche, aber auch für andere
Lebensgewohnheiten, sensibilisiert. Für sie ein Grund mehr, in ihrer
geliebten Heimatstadt München die schulischen Jahre zu absolvieren.
Nach einer erfolgreichen Abschlussprüfung an der Wirtschaftschule Huber
wurde sie in einem Auswahlverfahren von einem großen Automobilbauer
eingeladen und erhielt aufgrund ihrer Qualifikation einen
Ausbildungsplatz als Automobil-Kauffrau. Nach erfolgreich
abgeschlossener Lehre wird sie nach der Faschingssaison BWL studieren.
Der Umgang mit Menschen, Technik und Autos ist für sie
Herausforderung und zugleich Erfüllung. Sportlich ist sie zu Wasser und
gern auch in den Bergen unterwegs. Reisen ist aber nach wie vor
Lebensinhalt und Leidenschaft.
Als Faschingsprinzessin die Landeshauptstadt München
2010 vertreten zu dürfen, sieht sie als Ehre, aber auch als Chance das
Münchner Faschingsleben intensiv zu erleben und unter dem diesjährigen
Narrhalla-Motto "Sternenzauber" mitzugestalten.
Edwin I
Edwin Jumel wurde am 31. Juli
1977 in München geboren. Als Sohn des Friseurkönigs Edwin Jumel sen.,
seit Jahrzehnten mit den Jumel Friseurgeschäften Hoffriseur der
Narrhalla, wurde ihm der Fasching praktisch schon in die Wiege gelegt.
Nach der schulischen Ausbildung im Landkreis Freising zog es ihn
schnell nach München. Obwohl der elterliche Betrieb mit Friseursalons
in München und auf Kreuzfahrtschiffen lockte, wählte er eine andere
handwerkliche Richtung. Er ging bei seinem Schwager, dem
Schmiedemeister Dieter Keil, in die Lehre als Kunstschlosser. Die
erlernte Fertigkeit hat er mit dem Meistertitel abgeschlossen und
arbeitet wieder Seite an Seite mit seinem früheren Lehrmeister, "Dem
Schmied von Pframmern" in der Schmiede in Oberpframmern.
Sein fachliches Wissen und die Liebe zum Detail wissen
nicht nur die anspruchsvollen Kunden zu schätzen, auch die Film- und
Fernsehindustrie wurde auf ihn aufmerksam. So wurde er beauftragt, die
Rüstung für Christoph Maria Herbst für dem Fernsehfilm "Don Quichote"
anzufertigen. Für die Verfilmung des "Brandner Kaspers" von Joseph
Vilsmaier stellte er die Requisiten für die Schmiede des
‚Boandlkramers‘, dargestellt von Michael ‚Bully‘ Herbig. Durch Zufall
wurde Herbig auf Edwins Professionalität aufmerksam und gab ihm für
seinen Film "Wicki und die starken Männer" den Auftrag für die
Wikingerhelme und Gürtel und Gürtelschnallen der Hauptdarsteller.
Ein von ihm gefertigtes Damastmesser, das eine
unglaubliche handwerklichen Fertigkeit des Schmiedens erfordert, wurde
in dem Fachbuch "Messer und Besteck in der Lederhose" abgebildet und
gewürdigt.
Edwin Jumels große Leidenschaft neben dem Beruf ist das Rittertum. Als Ritter SAROLF DER SCHWARZE ist er in der Rittertruppe "Die Heckenreiter vom Höllensteyn"
aktiv und eroberte dabei stürmisch das Herz seiner Claudia, mit der er
seit Mai 2009 verheiratet ist. Als Schmied von Pframmern fertigt er
Ritterrüstungen , Schwerter, Dolche, Messer, Truhenbeschläge samt
Schlösser und Gebrauchsgegenständen nach Originalvorlagen des 15.
Jahrhunderts.
Die Verbindung zur Narrhalla besteht nicht nur durch
den Vater. Sein älterer Bruder, Armin Jumel, war Jubiläums-Prinz "Armin
I. der Figaro" in der Faschingssaison 1993-1994. Daher ist es auch
nicht verwunderlich, dass 1994 Edwin bei der Narrhalla als Debütant
seinen 1. Walzer im Hotel Bayerischen Hof im Rahmen der Narrhalla-Gala
getanzt hat. Seit dieser Zeit, ob in Frack oder Smoking oder in einem
ausgefallenen Kostüm, liebt Edwin Jumel alle Varianten des Münchner
Faschings, den er 2010 mit seiner Prinzessin schwungvoll erleben will.
11.11. - 11:11 Uhr
Faschingsauftakt
Viktualienmarkt
Beginn der Veranstaltung: 10:30 Uhr