Eine einmalige Gelegenheit für Feinschmecker in München:
Bison im Bistro des Mandarin Oriental Munich
Der Bison
ist ein auf der Nordhalbkugel verbreitetes Wildrind.
Es gibt zwei Arten, den amerikanischen Bison und den in Europa
vorkommende Wisent. Der amerikanische Bison wird auch als
Indianerbüffel oder nur als Büffel (englisch
buffalo) bezeichnet.
Eingefleischte Karl May-Fans kennen natürlich den Bison. Fast alle Indianergeschichten Karl Mays spielen irgendwann einmal auf oder in der Prärie. Der Bison spielte im Leben der Indianer eine zentrale Rolle. Wenn die Bisonherden nicht zu gewohnten Zeiten an bestimmten Orten
auftauchten, konnten die Indianer in große Not geraten. Es gab
Zeremonien oder rituelle Handlungen, die die Bisonjagd vorbereiteten,
begleiteten und beendeten. Diese Zeremonien hatten sich über
Generationen herausgebildet und waren von Kultur zu Kultur
unterschiedlich. Die Bisons lieferten ihnen Essen, Kleidung
und Werkzeug.
Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatten die Weissen den Bison gezielt praktisch ausgerottet. Dadurch waren die Indianer in ihrer herkömmlichen Kulturform als Prärie-Indianer ebenfalls zum Aussterben verurteilt.
Heute leben alleine
wieder ca. 40.000 Tiere auf mehreren tausend Hektar der Western State
Bison Farmen, zu denen auch die Reservate der Ojibwa, Cree und Dakota
Indianer in Manitoba gehören. Sechs Reservate, in denen rund 90
Indianer tätig sind, gehören zu der Bison-Züchter-Vereinigung
Western
State Bison. Diese werden vom kanadischen Staat
gefördert.
Tom Steuer, deutscher Importeur des Bison-Fleisches, legt grossen Wert
darauf, den Bison nur von indianischen Züchtern zu beziehen. Wichtig
ist ihm auch der soziale Aspekt, nämlich den Indianern zu helfen.
Freilandhaltung und eine ökologische Ernährung ist ein Muss für Bisons. In der nordamerikanischen Prärie findet der Bison bis zu 180 verschiedene Kräuter und Mineralien, die seinem Fleisch einen frischen, würzigen Geschmack verleihen.
Die gesundheitsbewussten Verbraucher schätzen Bisonfleisch: Wenig Fett, wenig Cholesterin und reich an Protein, Eisen, Selen und Zink. Das Fleisch enthält essentielle Aminosäuren und einen hohen Anteil an Vitamin B. Einhundert Gramm Bisonfleisch hat nur 2,4 g Fett / 143 Kalorien
und einen Cholesterinwert von 82/100g.
Der Geschmack: ein wenig nach Wild, nussig,
nicht herb, ähnlich wie Rindfleisch. Die Garzeit ist kürzer als bei Rindfleisch
und das Fleisch zarter. Man könnte praktisch auf das Messer verzichten
(und Opa auf sein Gebiss…)
Liebhaber von Bisonfleisch sagen:
"Bisonfleisch schmeckt wie ursprünglich Rindfleisch schmecken soll"
Bisongerichte im Mandarin Oriental MunichVom
4. November 2009 bis 31. Januar 2010 offeriert das Mandarin
Oriental, Munich in seinem
Bistro eine
Extrakarte mit
Bisonfleisch-Spezialitäten.
Tobias Jochim, Küchenchef des Mandarin Oriental Munich (1 Michelin Stern) kreierte eine einzigartige Bison-Speisekarte, die auch dem verwöhntesten Gaumen ein einzigartiges Geschmackserlebnis bietet. Jochim: "
Bison ist natürlich sehr aussergewöhnlich. Ich hatte die Idee zusammen mit Tom Steuer den Indianern ein bisschen unter die Arme zu greifen. Wir möchten das Produkt hier in Europa bekannt machen. Wenn ich so etwas mache, dann muss es natürlich auch das Original sein. Es gibt auch deutsche Bison-Zuchten, das ist für uns aber nicht interessant, es muss das wilde Bison-Fleisch aus den Weiten Kanadas sein."Die Zubereitung von Bisonfleisch braucht etwas Fingerspitzengefühl. Jochim:
"Bison gart, da es kaum Bindegewebe hat, doppelt so schnell wie Rindfleisch, es tut ihm aber sehr gut, wenn man es doppelt so lange wie Rindfleisch ruhen lässt." Auf der Speisekarte stehen:
Carpaccio von Bison und kanadischem Hummer im Wildkräutermantel
Bisontatar auf knusprigem Kartoffelrösti
Burger vom kanadischen Bison
US-Bisonfilet aus Dakota
Porterhousesteak vom Manitoba-Bison
Natürlich ist das Bisto passend zu diesem kulinarischen Highlight im Western-Stil dekoriert.
Weitere Informationen und Reservierungen unter +49 (0) 89-290 98 875
Zur Eröffnung der Bison-Wochen kamen unter anderem Feinschmecker wie Schauspielerin
Katerina Jacob, der amerikanische Generalkonsul
Conrad Tribble mit Frau Christina, Dr. Terrie Romano (Konsulin Provinz Ontario),
Wesley Sawatzky (Konsul Provinz Alberta) und
Alan Minz (Konsul und Leiter der Kanadischen Vertretung in München). Extra angereist aus Kanada waren
Chief Harvey Nepinak (Häuptling der Ojibwe Indianer) und
Ray Salmon, Beauftragter der Regierung Manitoba.
Fotos von der Eröffnung der Bisonwochen bitte auf Weiter klicken........