Der Bayerische Rundfunk bei den Hofer
Filmtagen
Der Bayerische Rundfunk freut sich mit acht Filmen bei
den 43. Hofer Filmtagen vertreten zu sein. Folgende Produktionen sind mit
BR-Beteiligung entstanden und werden ihre Deutschland-Premiere zwischen dem 27.
Oktober und 1. November in Hof feiern.
Die Unbedingten
Länge: 47 Minuten
Buch, Schnitt & Regie: Andreas Jaschke, mit
Benjamin Kramme, Christian Nähte, Anne Kanis u.v.a.. Produzenten: Markus
Brandmair, Christina Christ, Philipp Reuter, Daniel Rohm, Jakob Vogt, Redaktion
BR: Natalie Lambsdorff.
Inhalt:
Jena 1819: Die Studenten Jakob Feister und Carl Ludwig
Sand gehören zum radikalen Geheimbund "Die Unbedingten", der von Carl Follen
angeführt wird. Sie schmieden Pläne, um den aus ihrer Sicht unpatriotischen
Dichter August von Kotzebue zu ermorden. Jakob zögert allerdings aus Liebe zu
seiner Verlobten Luise. Die Liebe wird auf die Probe gestellt, als Jakobs Vater
aufgrund der nicht standesgemäßen Verlobung die Enterbung androht. Enttäuscht
schließt sich Jakob Carl an, um den Dichter zu ermorden ...
Die zwei Leben des Daniel
Shore
Länge: 94 Minuten
Buch & Regie: Michael Dreher, Produzent: Rüdiger
Heinze Filmproduktion, Redaktion HR Jörg Himstedt (Federführung), Redaktion
Arte: Barbara Häbe, Redaktion BR: Birgit Metz.
Inhalt:
In Marokko lebt der junge Deutsch-Amerikaner Daniel
Shore (Nikolai Kinski) in den Tag hinein. Er lernt eine verführerische
Einheimische (Morjana Alaoui) kennen und lieben. Doch der Mord an ihrem kleinen
Sohn wirft ihn völlig aus der Bahn. Er versucht - zurück in Deutschland - im
alten Mietshaus seiner gestorbenen Großmutter Ruhe zu finden. In den dunklen
Gängen des Hauses begegnet er einer Reihe skurril-verschrobener Mitbewohner: Der
ehemaligen Haushälterin Kowalski (Judith Engel), der jungen Sängerin Elli
(Katharina Schüttler) und dem Bankangestellten Feige (Matthias Matschke). Doch
satt Ruhe zu finden, steigert er sich immer mehr in einen Wahn hinein, einen
Jungen vor einem mysteriösen Nachbarn retten zu müssen.
Mit einem düsteren Verwirrspiel aus Fantasie und
Wirklichkeit gibt HFF München Absolvent Michael Dreher, der mit dem
international preisgekrönten Kurzfilm "Fair Trade" etliche Preise gewann, sein
Langfilmregiedebüt.
Nikolai Kinski gerät in seiner ersten großen Hauptrolle
als Student in ein düsteres Verwirrspiel aus Fantasie und
Wirklichkeit.
Penicillin
Länge: 24 Minuten
Buch & Regie: Mike Viebrock, mit Joana-Adu-Gyamfi,
Julius Nanor u.a. Produzenten: Benedikt Böllhoff, Max Frauenknecht, Alexander
Krätsch, Redaktion: Natalie Lambsdorff (BR), Jochen Kölsch (BR/arte), Kerstin
Welter (BR/arte).
Inhalt:
PENICILLIN erzählt die Geschichte einer Ärztin und
eines Jungen während einer Meningitis-Epidemie in Westafrika. Marisa, in
Deutschland aufgewachsen, kehrt als Ärztin in ihr afrikanisches Geburtsland
zurück. Dort droht jedes Jahr in der Trockenzeit die Gefahr einer
Meningitis-Epidemie. Kaum angekommen, muss Marisa den Ausbruch einer neuen
Epidemie untersuchen und behandeln, obwohl sie so gut wie keine Medikamente für
die Erkrankten hat. Auch Jaimes Schwester ist an der Gehirnhautentzündung
erkrankt. Jaime will jetzt nur eines: Seine Schwester soll wieder gesund werden.
Als Marisa seiner Schwester nicht helfen kann, beginnt für Marisa und Jaime ein
schicksalhafter Tag.
Men on the Bridge
Länge: 87 Minuten
Buch & Regie: Asli Özge, mit Fikret Portakal, Murat
Tokgöz, Umut Ilker, Cemile Ilker, Produktion: Endorphine Production, Yeni
Sinemacilik, Kaliber Film, Bayerischer Rundfunk, ZDF/ 3Sat, Rush Hour Films.
Redaktion BR: Sonja Scheider.
Inhalt:
Mit gestyltem Haar und dem Ohrring hat Fikret (17) ein
bisschen was von einem Don Juan. Im Dauerstau auf der Bosporusbrücke, die
Istanbuls europäischen mit dem asiatischen Teil verbindet, verkauft er illegal
Rosen. Gleichzeitig bemüht er sich im alten Zentrum der Stadt um einen richtigen
Job. Umut (28) fährt Sammeltaxi und passiert täglich die Bosporusbrücke. Er ist
auf der Suche nach einer besseren Wohnung, doch den Ansprüchen seiner Frau kann
er mit seinem Einkommen nicht gerecht werden. Murat (24) ist als
Verkehrspolizist auf der Bosporusbrücke stationiert und fühlt sich zwischen den
langen Autoschlangen einsam. Jeden Tag nach Feierabend sucht er in Chatrooms
online nach der Liebe. Ohne voneinander zu wissen, laufen auf der Bosporusbrücke
die Träume und Hoffnungen von Fikret, Umut und Murat mit den Sehnsüchten von
Millionen anderer Istanbuler zusammen.
Am anderen Ende
Länge: ca 30 Minuten
Regie: Philipp Döring, Buch: Katharina Kress, mit
Ursula Werner, Dorothea Arnold. Produzent: Teymour Tehrani, Redaktion BR:
Claudia Gladziejewski.
Inhalt:
Marianne (Ursula Werner) arbeitet in der
Telefonseelsorge in der Nachtschicht. Vor einigen Tagen hat sie ihre
heroinabhängige Tochter Martina (Dorothea Arnold) vor die Tür gesetzt, die nun
in ihrem Büro steht und sie um Geld und um Hilfe anfleht. Für Marianne ist dies
eine Situation, die sie an ihre Grenzen bringt.
Kriegerstock
Länge: ca 25 Minuten
Regie:Joseph Lippok, Buch: Nathan Raim, mit Elizabeth
Degen, Michael Degen, Produktion: ifs Köln, Produzent, Tobias Leveringhaus.
Redaktion BR: Claudia Gladziejewski
Inhalt:
Die Künstlerin Astrid (Elizabeth Degen) verzweifelt
fast, weil sie kaum noch dazu kommt, in ihrem Atelier zu arbeiten. Stattdessen
hört sie den endlosen Monologen ihres demenzkranken Vaters (Michael Degen) zu
oder muss ihn irgendwo abholen, weil er sich wieder einmal verlaufen hat. Als
sie es aber schafft, sich auf seine Realität einzulassen, inspiriert sie der
Reichtum seiner Geschichten aus einer anderen Zeit zu einer neuen Arbeit: Ein
Comic entsteht.
Streiflichter
Länge: ca 40 Minuten
Regie und Buch: Lena Knauss, mit Sandra
Borgmann, Produktion: FABW, Producer: Aysel Yilmaz,
Yüksel Yilmaz, Redaktion BR: Claudia
Gladziejewski.
Inhalt:
Im Laufe einer kalten Januarnacht begegnet Linda
(Sandra Borgmann) in drei alternativen Episoden drei Menschen, die jeder für
sich ein potenzielles Gegenstück zu ihr sein könnten und mit denen unverhoffte
Momente der Nähe entstehen. „Streiflichter" spielt mit der Frage nach Zufall und
Schicksal, dem sehnsüchtigen „Was wäre wenn?" und erzählt dabei von der
Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit, zwischen Glück und
Vergeblichkeit.
Das Lied von den zwei
Pferden
Länge: 91 Minuten
Regie und Buch: Byambasuren Davaa, mit Urna
Chahar-Tugchi, Hicheengui Sambuu, Chimed Dolgor; Produzenten : Beatrix Wesle ,
Byambasuren Davaa, Redaktion BR: Walter Greifenstein.
Inhalt:
Ein Versprechen, eine alte, zerstörte Pferdekopfgeige
und ein verloren geglaubtes Lied führen die Sängerin Urna in die Äußere Mongolei
zurück. Ihre Großmutter musste einst ihre geliebte Geige in den Wirren der
chinesischen Kulturrevolution zerstören. Auf dem Geigenhals war das uralte Lied
der Mongolen, „Das Lied von den zwei Pferden" eingraviert. Nur Hals und Kopf der
Geige überlebten den Kultursturm. Nun ist es an der Zeit, das Versprechen, das
Urna ihrer Großmutter gab, einzulösen.
Angekommen in Ulaanbaatar bringt Urna die noch
erhaltenen Teile der Geige - Kopf und Hals - zu Hicheengui, einem bekannten
Pferdekopfgeigenbauer, der dem alten Instrument in den nächsten Wochen einen
neuen Körper bauen wird. Danach bricht Urna ins Hinterland auf, um dort die
fehlenden Strophen des Lieds zu suchen. Doch sie wird enttäuscht. Keiner der
Menschen, denen sie auf ihrem Weg begegnet, scheint die alte Weise der Mongolen
noch zu kennen...
Das Bayerische Fernsehen zu den Hofer Filmtagen:
Sonntag, 1. November, 22.15 Uhr
Kino Kino extra
Bericht von den 43. Hofer
Filmtagen
Redaktion: Thomas Sessner
Sechs Tage lang, vom 27. Oktober bis 1. November 2009,
gibt es in Hof bei den 43. Internationalen Filmtagen wieder Filmgenuss satt in
den acht Festivalkinos, die auf das begeisterungsfähige, aber auch kritische
Hofer Publikum warten. Kontinuierlich ist Hof von seinen bescheidenen Anfängen
bis heute gewachsen - an Renommee, Qualität und Quantität des Angebots. Hof, das
heißt nicht nur "Home Of Films", wie es Wim Wenders einmal formulierte, sondern
auch "Heinz organisiert Filme". Festivalbegründer und Chef Heinz Badewitz hat
wie immer ein aufregendes Programm aus neuen spannenden deutschen Produktionen
und internationalen Highlights - ob Lang- oder Kurzfilm -
zusammengestellt. "Kino Kino" berichtet von den Höhepunkten des
Festivals.
Sonntag, 1. November, 22.45
Uhr
Nimmermeer
Spielfilm, Deutschland 2006, Regie: Toke Constantin
Hebbeln, Buch: Toke Constantin Hebbeln, Nina Vucovic, mit Leonard Proxauf, Rolf
Becker, Sylvester Groth, Tom Lass.
Zum Inhalt: Der alte Fischer Helge Block trotzt dem
Meer kaum noch eine Handvoll Fische ab, führt aber dennoch ein glückliches Leben
am Rande des Dorfes. Seinem geliebten Sohn, dem neunjährigen Jonas, verspricht
er immer wieder, so viele Fische zu fangen, dass der ganze Strand silbern
glänzt. Eines Nachts bricht er auf, um diesen Traum zu verwirklichen - und kehrt
nicht mehr zurück. Auf der Suche nach seinem Vater geht Jonas durch die Hölle
und droht, seine Träume zu verlieren. Doch dann geschieht ein Wunder - am Ort,
wo Himmel und Meer sich berühren.
Sonntag, 1. November, 23.45
Uhr
Mitternachtskino - Midnight
Movies
Dokumentarfilm, USA, Kanada
2005
Regie: Stuart Samuels
Die 70er-Jahre markierten einen Wendepunkt in der
modernen amerikanischen Kultur. Gleichsam als Revolte gegen die
Nachkriegsgeneration begann sich weltweit eine Jugendkultur zu entwickeln, die
ihre eigenen Kriterien in Sachen Filmästhetik und -inhalt aufstellte. Der beste
Beweis für diese neue Entwicklung ist eine Handvoll von Filmen, die während der
70er-Jahre entstanden sind und unter dem Begriff "Midnight Movies" bekannt
wurden. "Mitternachtskino" erzählt die Geschichte dieser
Filme.
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