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Viktoria Rebensburg ist „Juniorsportlerin des Jahres“ 2009

Die dreifache Juniorenweltmeisterin Viktoria Rebensburg ist „Juniorsportlerin des Jahres“ 2009. Die 20-jährige Skirennfahrerin aus Kreuth, die bereits im vergangenen Jahr zu den Top Ten gehörte, wurde mit 97 von 100 möglichen Punkten von der 14-köpfigen Jury unter dem Vorsitz von DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach überlegen auf Platz eins gesetzt. Sie ist nach Katja Seizinger (1990) und Maria Riesch (2004) erst die dritte Alpine, die den wichtigsten Nachwuchspreis im deutschen Sport gewinnen konnte. Deutschlands derzeit beste Skifahrerin Maria Riesch hielt die Laudatio und übergab die Sieger-Pyramide, assistiert von Rosi Mittermaier-Neureuther.

Rebensburg gewann vor Biathlon-Junioren-Weltmeisterin Miriam Gössner (89 Punkte) und dem Junioren-Weltmeister im Kugelstoßen, David Storl (76 Punkte). Zur „Juniorsportler Mannschaft des Jahres“ wurden die Hockey-Junioren-Weltmeister gekürt. Die Sonderpreise gingen an die Rollstuhlfechterin Annabel Breuer (16) vom TG Biberach (Behindertensport) und an den Leichtathleten Daniel Helmis (21) vom Berliner TSC e.V. (Gehörlosensport).

Drei „Juniorsportler des Jahres 2009“ gehören bereits dem Top-Team Vancouver 2010 an: Biathletin Miriam Gössner darf dank ihrer Lauf-Qualitäten dort aber eher auf einen Einsatz im Langlauf als im Biathlon hoffen, Junioren-Weltmeister Sandro Stielicke belegte bei der Skeleton-WM bereits Platz 6 und macht sich berechtigte Hoffnung auf Olympia. Preisträgerin Viktoria Rebensburg, die neben ihren beiden diesjährigen Junioren-Weltmeistertiteln auch Platz 9 bei der WM 2009 belegte, hat mehrfach bestätigt, dass sie durchaus auch schon bei den „Großen“ mithalten kann. Seit einem Jahr ist sie auch Patensportlerin der Deutschen Lufthansa und erfährt über das Sporthilfe-Patenschaftsprogramm zusätzliche Unterstützung.

Die zehn in der Einzelwertung prämierten Juniorinnen und Junioren sammelten in der für die Wahl berücksichtigen Qualifikationszeit zwischen 11. September 2008 und 1. September 2009 insgesamt 23 Medaillen bei Junioren-Welt- und Europameisterschaften oder sogar schon im Aktivenbereich: 16 Gold-, fünf Silber- und zwei Bronzemedaillen. Allein die Schwimmerin Silke Lippok holte vier Gold- und zwei Silbermedaillen bei der Junioren-EM. Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg und Rennrodler Julian von Schleinitz gewannen je zwei Goldmedaillen bei der Junioren-WM und Fechter Maximilian Hartung durfte sich über Einzel-Gold bei der Junioren-WM und über den Mannschaftstitel bei der Junioren-EM freuen. David Storl, auch Junioren-Weltrekordhalter im Kugelstoßen, und Sprinter Robert Hering waren bereits im August bei der Leichtathletik-WM in Berlin am Start.

Die Auszeichnung „Juniorsportler Mannschaft des Jahres“ geht 2009 an das Junioren-Team des Deutschen Hockey Bundes. Die mit einem Altersdurchschnitt von 19,4 Jahren sehr junge Deutsche Mannschaft spielte mit Teamgeist, Disziplin und Moral ein großartiges Turnier und gewann überlegen die Junioren-Weltmeisterschaft. Als Team mit den wenigsten Karten für Verwarnungen oder Zeitstrafen, wurden die jungen Athleten zusätzlich mit der „Fair-Play-Trophy“ des Turniers ausgezeichnet. In der Mannschaftswertung nominiert waren zudem die Nationalmannschaften der Junioren im Biathlon, Handball, dem Zweier Kajak und den Juniorinnen im Volleyball, die allesamt ebenfalls Junioren-Weltmeister geworden sind.

Der Sonderpreis Behindertensport ging in diesem Jahr an die erst 16-jährige Annabel Breuer aus Biberach. Die Rollstuhlfechterin kehrte mit einem kompletten Medaillensatz von der Europameisterschaft 2009 zurück. Gold mit der Degen-Mannschaft, Silber im Florett-Einzel und Bronze im Degen-Einzel. Bundestrainer Swen Strittmatter sieht sie trotz ihres jungen Alters durchaus als Hoffnungsträgerin für die Paralympics 2012 in London.

Den Sonderpreis im Gehörlosensport bekam der 21-jährige Leichtathlet Daniel Helmis. Der Läufer aus Malchin bei Rostock gewann Silber über 1.500 m bei den Deaflympics, den wichtigsten Wettkämpfen der Gehörlosensportler in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh. Neben Medaillen in seiner Spezialdisziplin über 1.500 m strebt der Abiturient in Zukunft auch eine Verbesserung seiner persönlichen Bestleistung über 800 m an.

Die Wahl zum „Juniorsportler des Jahres“ ist mit Ausbildungs-Stipendien verbunden, die vom Paket- und Expressdienstleister DPD zum sechsten Mal in Folge zur Verfügung gestellt wurden, allein 2009 mehr als 60.000 Euro. DPD hilft dadurch den Talenten, sportliche und schulische Karriere miteinander zu verbinden. Platz Eins ist mit 6.000 Euro dotiert, Platz Zwei mit 4.500 Euro, Platz Drei mit 3.000 Euro; die sieben weiteren Top Ten Juniorsportler erhalten jeweils 1.500 Euro. Die Sonderpreise sind mit je 3.000 Euro dotiert. Die Mitglieder der „Juniorsportler Mannschaft des Jahres“ erhalten jeweils 2.000 Euro.

Die Auszeichnung mit dem wichtigsten Nachwuchspreis im deutschen Sport erfolgte vor 700 Gästen beim „Fest der Begegnung“ der Stiftung Deutsche Sporthilfe in der Handelskammer Hamburg, u. a. mit Hamburgs Senatorin für Kultur, Sport und Medien Prof. Dr. Karin von Welck, dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesinnenministerium Dr. Christoph Bergner, DOSB-Vize Eberhard Gienger, den Sporthilfe-Repräsentanten Werner E. Klatten, Franziska van Almsick, Hans Wilhelm Gäb, Prof. Jürgen Hubbert, Johannes B. Kerner, Prof. Walther Tröger, Rosi Mittermaier-Neureuther, Franka Dietzsch und Maria Riesch.

 

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