Wiesn-Wallfahrt nach Maria Eich
„Auf eine friedliche Wiesn" –
mit diesem Satz eröffnet der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude
jedes Jahr das Oktoberfest.
Auch Willy Heide, ehemaliger Sprecher der
Wiesn-Wirte, bittet jedes Jahr um eine "friedliche Wiesn"
Seit 1986 pilgert er zu der kleinen
Wallfahrtskirche Maria Eich in Planegg und stiftet eine Kerze.
Der 89 Jahre
alte Heide, auch Senior-Chef des Bräurosl-Festzeltes auf dem Oktoberfest, ist
ein Wiesn-Urgestein. Schon 1936 war er mit seinem Vater auf der Wiesn,
Tellerwäscher, Kellner und Mädchen für Alles.
Bekannt ist er allen
Wiesn-Besuchern vor allem durch den riesigen Gamsbart, der seinen Hut ziert. Heide:
„Nach dem Anschlag auf das Oktoberfest 1980 hatte ich die Idee nach Maria Eich
zu pilgern und eine Kerze stiften.“
So auch am 3. September 2009. Begleitet
wurde er von der Wiesn-Chefin Dr. Gabriele Weishäupl. War der Himmel am
Morgen noch grau und regnerisch, wurden die „Pilgerschar“ von weissblauem
Himmel und strahlender Sonne vor der Wallfahrtsirche empfangen. „Ein gutes Zeichen, hoffen wir darauf, dass
das Wetter für das Oktoberfest auch so sein wird“ so viele Besucher.
Augustiner-Pater Wilfried Balling segnete die Kerze: „Ein so grosses Fest bedarf
eines besonderen Schutzes“. Mit der
Bitte für eine friedliche Wiesn zündeten Willy Heide und Gabriele Weishäupl
gemeinsam die 25 kg schwere Kerze an.