Neue Karten des DAV - Deutschen Alpenvereins vorgestellt
Wandern kann fast jeder – sofern es sich um ein, zwei Stunden handelt. Lange Strecken zu gehen oder sich gar in höheren Regionen
der Alpen zu bewegen ist schon anspruchsvoller und setzt eine gute Karte voraus. Die Karten des Deutschen Alpenvereins sind die idealen Begleiter für Wandertouren.
Am 26. August 2009 übergab Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer auf dem Gipfel des 1780 m hohen Wank in Garmisch Partenkirchen zwei neue DAV Karten an den Vorsitzenden des Bundesausschusses Natur- und Umweltschutz des Deutschen Alpenvereins, Manfred Berger. Pschierer: "Bis 2012 werden wir von Lindau bis Berchtesgaden den kompletten Alpenraum erschliessen. Die Vermessungsverwaltung ist eine High Tec Verwaltung. Das Ziel ist, die Daten nutzbringend den Menschen zur Verfügung zu stellen und die Natur erlebbar und begehbar zu machen."
Mit dabei Landrat Harald Kühn und Bürgermeister Thomas Schmid aus Garmisch-Partenkirchen.
Kühn: "Eine Orientierung braucht man überall, auch in der Politik. Die Sicherheit für eine gute Tourenplanung ist für Wanderer sehr wichtig."
Thomas Schmid: "Diese Karten sind ein weiterer Mosaikstein für die Positionierung von Garmisch-Partenkirchen."
Untermalt wurde die feierliche Übergabe durch die "Rieder Alphornbläser". Franz Josef Pschierer liess es sich nicht nehmen, auch einmal das Alphorn zu blasen, was von den Zuhörern mit grossem Beifall bedacht wurde. Schliesslich ist er der Präsident des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes. Pschierer: "Ein Posaunist kann da nicht vorbeigehen."
Die zwei neuen Karten für Touren in den Münchener Hausbergen decken Gebiete ab, die von München aus besonders schnell zu erreichen sind. Sie bieten den Bergsportlern Orientierungshilfen, die in der Region zwischen Oberammergau und dem Walchensee unterwegs sind und zeigen beliebte Berge wie das Ettaler Mandl, den Heimgarten oder den Simetsberg.
Die Karten des Bayerischen Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (LVG) und des Deutschen Alpenvereins (DAV) entstandenv in einer Kooperation als Teil eines speziellen Public-Private-Partnership-Projekts. Unterstützt wird die Arbeit durch das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU). Der Deutsche Alpenverein ist dabei für die Abstimmung der Skirouten, Schutzgebiete und Wanderwege zuständig, wobei die DAV Sektionen in diese Aufgabe eingebunden sind und auf ehrenamtlicher Basis wichtige Arbeit leisten. Zudem liegt der Vertrieb der Karten in der Hand des DAV. Das LVG liefert beispielsweise die topographischen Grundlagen. Die hochaktuelle Karte verfügt
über das von der deutschen Landesvermessung beschlossene einheitliche neue Kartenbild: das UTM-Gitter erleichtert die Standortbestimmung und Navigation in Kombination mit modernen GPS-(Global Positioning System) Empfängern. Außerdem übernimmt das LVG den Druck der Karten.
Das neue Kartenwerk im Maßstab 1:25.000 unterstützt Wanderer und Skibergsteiger bei der Tourenplanung und bei der Orientierung im Gelände und leistet damit gleichzeitig einen Beitrag zur alpinen Sicherheit, hob Pschierer hervor. Auch für den Naturraum Alpen bringt das neue Kartenwerk Vorteil: Auf der Grundlage des Projekts „Skibergsteigen umweltfreundlich“ und der Untersuchung „Wildtiere und Skilauf im Gebirge“ werden nur Skirouten in die Karten aufgenommen, die auch naturverträglich sind. Verzeichnet sind außerdem die Wildschutzgebiete, für die ein saisonales Betretungsverbot gilt, und die Wald-Wild-Schongebiete.
Neu sind die Karten Blätter vor, „BY 7, Ammergebirge Ost, Pürschling, Hörnle“ und „BY 9, Estergebirge, Herzogstand, Wank“.
Die Alpenvereinskarten Bayerische Alpen kosten jeweils 5,95 Euro für DAVMitglieder
bzw. 9,80 Euro für Nichtmitglieder, jeweils zuzüglich Versandkosten.
Die Bestellung über den DAV-Shop ist möglich per Fax: 089/14003-23, per
E-Mail: dav-shop@alpenverein.de oder Internet: www.dav-shop.de sowie per
Post: Deutscher Alpenverein e.V., Postfach 500 220, 80972 München.
Der Mindestbestellwert beträgt 11,90 Euro.
Im Buchhandel sind die Alpenvereinskarten zum Nichtmitgliederpreis erhältlich.
Weitere Informationen im Internet:
www.geodaten.bayern.de und www.alpenverein.de