Sporthilfe stärkt ihre Führungsmannschaft
Der Aufsichtsrat der Stiftung
Deutsche Sporthilfe hat nach dem Ausscheiden von Ann Kathrin Linsenhoff die
Management-Kompetenz der Stiftung weiter gestärkt, ein Vorstandsressort Sport
eingerichtet und Werner E. Klatten, 63, zum neuen Vorsitzenden des Vorstands der
Stiftung Deutsche Sporthilfe bestellt. Der ehemalige Chef des Fernseh-Senders
SAT.1, langjähriges Geschäftsleitungs-Mitglied des Spiegel-Verlags und zuletzt
Vorstandsvorsitzender der Münchner EM Sport Media AG, wird sein Amt zum 1.
Dezember antreten.
Als Klattens Stellvertreterin für den Bereich Sport
bestellte der Aufsichtsrat Franziska van Almsick, 30, die sich als ehemals von
der Sporthilfe geförderte Athletin nach ihrer aktiven Karriere und ihrem
erfolgreichen Einstieg als TV-Moderatorin für die gemeinnützige Arbeit der
Sporthilfe zur Verfügung stellt. Beide Entscheidungen traf der Aufsichtsrat
einstimmig. Als Stellvertreter für den Vorstandsbereich Finanzen und Wirtschaft
fungiert auch weiterhin Dr. Horst Müller, ehemaliges Vorstandsmitglied von
Dresdner Bank und Allianz.
Ebenso unverändert bleibt die
Vorstands-Position von Dr. Michael Ilgner, 37. Der Wirtschaftsingenieur und
ehemalige Wasserball-Nationalspieler steuert als erfolgreicher Vorsitzender der
Geschäftsführung seit März 2006 das operative Geschäft der Stiftung, deren
Sponsoring-Erträge sich in dieser Zeit außergewöhnlich positiv entwickelt haben.
Vertreter des DOSB im fünfköpfigen Vorstand ist auch weiter der ehemalige
Turnweltmeister Eberhard Gienger.
Aufsichtsratschef Hans Wilhelm Gäb:
"Aufsichtsrat und Sporthilfe haben ihre Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit
nachgewiesen. Die Stiftung geht mit einer hoch kompetenten Führungsmannschaft in
die Zukunft - geschlossen unterstützt durch ihre Stiftungsräte, Kuratoren,
Mäzene und Sponsoren."
Der designierte Vorstandsvorsitzende Werner E.
Klatten freut sich auf die neue Aufgabe: "Ich werde ihr Zeit und Energie widmen.
Diesem Land und seiner Gesellschaftsordnung verdanke ich ein spannendes
berufliches Leben und persönlichen Erfolg. Mit meiner Arbeit in diesem Ehrenamt
kann ich vielleicht ein kleines bisschen zurückgeben." Seine Motive für sein
Sporthilfe-Engagement umfasst Klatten so: "Die Sporthilfe erfüllt ein
gesellschaftspolitisches Anliegen. Ohne Talent- und Eliten-Förderung fehlen der
gesamten Sportbewegung wichtige Impulse. Bei meiner Entscheidung spielt eine
Rolle, dass der Sport mich insbesondere auch in meinem Berufsleben stets
begleitet hat."
Für Franziska van Almsick steht der Sport im Fokus:
"Als ehemalige Leistungssportlerin jetzt direkt etwas für den Sport in
Deutschland bewirken zu können, ist natürlich eine große Ehre für mich. Ich weiß
wie wichtig die Stiftung Deutsche Sporthilfe für die Athleten ist und hoffe,
dass ich mit meiner Erfahrung etwas zum Dialog zwischen Stiftung und
Leistungssport beitragen kann. Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe und
bin überzeugt, dass wir mit diesem kompetenten Team etwas für den Sport in
Deutschland bewegen können."
Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble
äußerte sich in einem Telefonat mit Hans Wilhelm Gäb: "Ich gratuliere der
Sporthilfe zu dieser schnellen und guten Entscheidung. Die Stiftung kann sich
jetzt wieder auf die Zukunft konzentrieren." Auch der Beirat der Aktiven
unterstützt diese Sporthilfe-Entscheidung vorbehaltlos. "Der Beirat der Aktiven
hat die Entscheidung des Aufsichtsrats unterstützt und begrüßt die Formierung
der neuen Führungs-mannschaft, in der der Sport hervorragend vertreten ist",
sagte Marion Rodewald, Kapitänin der deutschen Hockey-Nationalmannschaft und
Mitglied des Sporthilfe-Aufsichtsrats.
Werner E. Klatten:
Ein
Medienmanager für den deutschen Sport
Werner E. Klatten - der studierte
Rechtswissenschaftler, Wirtschafts- und Medienmanager war von 2001 bis September
2008 Vorstandsvorsitzender der EM.Sport Media AG, München/Ismaning, heute sitzt
er dort im Aufsichtsrat. Zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn arbeitet Klatten
als Rechtsanwalt in der Anwaltssozietät Hasche Albrecht Fischer in Hamburg. Nach
dem Eintritt in die Martin Brinkmann AG, Bremen, im Jahr 1977 fungierte er
zunächst als Leiter der Rechtsabteilung, ab 1984 als Vorstand Marketing und
zuletzt von 1985 bis 1988 als Vorstandsvorsitzender sowie als Geschäftsführer
der Muttergesellschaft Rothmans (Germany) GmbH, Berlin. Seinen Einstieg in der
Medienindustrie fand Werner E. Klatten 1988 als Vorsitzender der
Geschäftsführung von Sat.1 (damals noch Sat.1 GmbH), Mainz und Berlin.1994
wechselte er in die Geschäftsleitung des Spiegel-Verlages, wo er verantwortlich
zeichnete für den Bereich Märkte und Erlöse. Zusätzlich war er Geschäftsführer
von Spiegel.TV GmbH und seit 2000 Vorstandsvorsitzender der SpiegelNet AG. Ab
2001 gelang Klatten als "EM.TV"-Chef die erfolgreiche Sanierung des
Medienunternehmens, für das er für das Geschäftsjahr 2004 erstmals seit 1999
wieder eine erfolgreiche Bilanz vorlegen konnte.
Der in Esslingen geborene
Jurist begleitete den Sport aus seinen unterschiedlichen beruflichen
Blickwinkeln von Anfang an sehr intensiv. So stieg er mit der Marke "Rothmans"
in die Formel 1-Vermarktung ein, als Sat.1 Geschäftsführer war er maßgeblich
daran beteiligt, die Rechte der Bundesliga zu dem Privatsender zu holen und das
Format ran mit den Moderatoren Beckmann und Kerner zu entwickeln. Mit der
EM.Sport Media AG erwarb Klatten den Fernsehsender DSF, die führende
Sport-Online-Plattform Sport.1 und die in Europa führende
Produktionsgesellschaft Plaza Media. Durch den Kauf der Schweizer Highlight
Communications AG stieg EM.Sport Media AG über die neue Tochter T.E.A.M. in die
Vermarktung der Champions League und des UEFA-Cups ein. Klatten spielt privat
Tennis und Golf und fährt Ski.
Franziska van Almsick:
Eine große
Persönlichkeit des deutschen Sports
Franziska van Almsick - war der erste
Sportstar des wiedervereinigten Deutschlands. 1992 erregte sie mit nur 14 Jahren
bei den Olympischen Spielen von Barcelona internationales Aufsehen und wurde im
gleichen Jahr von der Sporthilfe zur "Juniorsportlerin des Jahres" gewählt. Die
deutschen Sportjournalisten kürten sie gleich dreimal zur "Sportlerin des
Jahres": 1993, 1995 und 2002.
In den folgenden zwölf Jahren repräsentierte
Franziska van Almsick den Schwimmsport in Deutschland wie keine andere. In ihrer
sportlichen Erfolgsliste zwischen 1992 und 2004 sind sechs Weltrekorde, zwei
Weltmeistertitel, 18 Europameistertitel und zehn olympische Medaillen
verzeichnet. Seit dem Ende ihrer aktiven Karriere stellt sie ihre Erfahrung und
ihren Sachverstand als Co-Kommentatorin wichtiger Schwimm-Ereignisse im
Fernsehen zur Verfügung.
Ihren hohen Bekanntheitsgrad und Sympathiewert nutzt
Franziska van Almsick immer wieder für vielfältige gesellschaftliche
Engagements. So fungiert die junge Mutter unter anderem als Schirmherrin für das
Projekt "Heidelberger Kids auf Schwimmkurs", das den Schwimmunterricht wieder
als Pflichtfach in deutschen Schulen etablieren will.
Die 30jährige
Ausnahmeschwimmerin hat die Stiftung Deutsche Sporthilfe, sei es durch ihre
Moderation beim "Fest der Begegnung" 2005 in Hamburg sowie durch zahlreiche
Werbe- und PR-Auftritte, wie zuletzt 2007 als Testimonial der
Sporthilfe-Kampagne "Leistung. Fairplay. Miteinander." und dem Benefiz-Projekt
"Vorbild", stets unterstützt.
Die Chronik der
Sporthilfe-Vorsitzenden:
Josef Neckermann 1967 - 1988
Willi Daume 1988
- 1991
Erich Schumann 1991 - 1996
Hans-Ludwig Grüschow 1997 - 2005
Hans
Wilhelm Gäb 2005 - 2007
Ann Kathrin Linsenhoff 2008
Werner E. Klatten ab
12/2008
Die Sporthilfe-Gremien:
Der Sporthilfe-Vorstand
ab 1.12.2008:
Werner E. Klatten (Vorsitzender), Franziska van Almsick
(stv. Vorsitzende), Dr. Horst Müller (stv. Vorsitzender, Schatzmeister),
Eberhard Gienger (Vertreter des DOSB), Dr. Michael Ilgner (Vorsitzender der
Geschäftsführung)
Der Sporthilfe-Aufsichtsrat:
Hans Wilhelm Gäb
(Vorsitzender), Prof. Jürgen Hubbert und Dr. Michael Beckereit (stellv.
Vorsitzende), Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Christoph Bergner, Hemjö
Klein, Dr. h.c. Jürgen Nehls, Marion Rodewald, Dr. Klaus
Steinbach
Ehrenmitglieder: Erika Dienstl, Prof. Walther Tröger
Der
Sporthilfe-Stiftungsrat:
Prof. Jürgen Hubbert (Vorsitzender), Dr. Josef
Ackermann, Dr. Michael Frenzel, Dr. Jürgen Großmann, Heinrich Haasis, Herbert
Hainer, Johannes B. Kerner, Konsul Friedrich Lürßen, Walter Mennekes, Sylvia von
Metzler, Prof. Dr. Heinrich v. Pierer, Prof. Markus Schächter, Prof. Dr. h.c.
Dieter Stolte, Dr. Jürgen Weber, Dr. Dieter Zetsche
Das Kuratorium
(Wahlgremium für den Aufsichtsrat):
300 Mitglieder (darunter Dr. Wilhelm
Bender, Prof. Dr. Berthold Beitz, Dr. Eckhard Cordes, Hans Eichel, Dr. Paul-Otto
Fassbender, Dr. Hans-Dietrich Genscher, Dr. h.c. Erivan Haub, Prof. Dr. Roman
Herzog, Michael Käfer, Roland Koch, Dr. Helmut Kohl, Max-Schmeling-Stiftung, Dr.
Angela Merkel, Prof. Dr. Wolfgang Reitzle, Dr. h.c. Petra Roth, Dr. Wolfgang
Schäuble, Dr. Walter Scheel, Otto Schily, Gerhard Schröder, Dr. Christian
Schwarz-Schilling, Günther Troppmann, Dr. Richard v. Weizsäcker, Werner Wenning,
Prof. Dr. Reinhold Würth)
Der Gutachter-Ausschuss:
Dr. Christian
Bassemir (Hockey), Petra Behle (Biathlon), Manfred Germar (Leichtathletik), Olaf
Heukrodt (Kanu), Alexander Koch (Fechten), Dr. Horst Meyer (Rudern), Ingrid
Mickler-Becker (Leichtathletik), Jörg Ziegler (DOSB) sowie ein Vertreter des
Bundesministeriums des Innern als ständiger Gast.
Schirmherr:
Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler