Zahlreiche Gold- und Silberminen locken im US-Bundesstaat Colorado mit
geologischen Schätzen, lebendiger Geschichte und
Goldnuggets
Auch 150 Jahre nach dem
großen Goldrausch ist Colorado noch immer voller Schätze: Im Inneren der Rocky
Mountains können Besucher farbenprächtige Mineralien und Gesteine bis hin zu
echten Goldadern bewundern. Geführte Touren in historischen Minen erlauben einen
Einblick in die Welt unter Tage und die aufregende Geschichte des amerikanischen
Bergbaus. Und mit etwas Glück findet sich dabei das ein oder andere Goldnugget,
das natürlich auch mit nach Hause genommen werden darf. Ausführliche
Informationen über die Minentouren sowie die über 20.000 Minen Colorados gibt es
auf der offiziellen Homepage der Colorado Division of Reclamation, Mining &
Safety www.mining.state.co.us.
Eine der berühmtesten Minen ist die Old Hundred Gold Mine in der Nähe
Silvertons. Von den drei deutschen Brüdern Reinhard, Gustav und Otto Neigold
1872 gegründet, wurde in der Mine bis in die 1970er Jahre hinein vor allem Erz
abgebaut. Auf rund einstündigen Touren in kleinen Güterzügen bekommen Besucher
heute einen Einblick in die harte Arbeit unter Tage: Zuerst geht es rund 500
Meter in den Berg hinein und anschließend mit einem Aufzug noch einmal 500 Meter
tief in die ehemaligen Schächte. Vor Ort führen Minenarbeiter die diversen
Methoden und Gerätschaften aus rund 150 Jahren Bergbau von der Arbeit mit Hammer
und Meißel bis hin zu modernen Bohrern vor. Anschließend können Besucher ihr
Glück beim Goldschürfen selber versuchen. Die Touren werden noch bis Ende der
Saison am 5. Oktober 2009 angeboten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die
Tickets kosten für Erwachsene rund 12,00 Euro und für Kinder bis 12 Jahre 6,00
Euro, gefundene Goldnuggets inklusive. Weitere Informationen auf
www.minetour.com.
Bevor Aspen zum
Beverly Hills der Rocky Mountains wurde, hatte es bereits eine lange Geschichte
als Minenstadt. Eine der berühmtesten Minen Aspens ist die Smuggler Mine im
Smuggler Mountain, in der 1894 ein 1.000 Kilogramm schweres Silbernugget
gefunden wurde. Heute können sich Besucher bei geführten Touren in das Herz des
Berges wagen und die historische Mine zu Fuß erkunden. Die Touren sind kostenlos
und werden das ganze Jahr hindurch angeboten. Weitere Informationen unter www.mining.state.co.us/pdfFiles/Tourist_Mine_Brochure.pdf.
Unter den Pionieren des 19. Jahrhunderts gab es auch Frauen, die es zu
Geld, Ruhm und Ansehen brachten. Eine davon war Mollie Kathleen Gortner, die
1891 ihren Claim in der Nähe von Cripple Creek entdeckte und als erste Frau auf
ihren Namen eintragen ließ. Seit über 50 Jahren ist die Mollie Kathleen Gold
Mine für Interessierte zugänglich. Eine der letzten luftbetriebenen Lokomotiven
Colorados bringt Besucher in das Innere der ehemaligen Goldmine. Wer möchte,
kann hier selbst zu Hammer und Meißel greifen und sein Glück an den Felswänden
versuchen. Abschließend erhält jeder Besucher ein Stückchen Erz mit einer
Goldader aus der Mine. Die Touren werden noch bis zum 25. Oktober 2009
angeboten, der Eintritt kostet rund 11,00 Euro für Erwachsene und 7,00 Euro für
Kinder bis 12 Jahre. Weitere Infos auf www.goldminetours.com sowie im Pikes
Peak Heritage Center. Multimediale Ausstellungen klären hier über die
Bodenschätze Colorados, den Alltag der ersten Pioniere und die Techniken des
Bergbaus
Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten und weitere Informationen
auf www.visitcripplecreek.com/PikesPeakHeritageCenter.aspx.